Therapeutische Hypnose

Viele Menschen verstehen unter Hypnose das Spektakel, welches sie zum Beispiel aus dem Fernsehen kennen, die Showhypnose. Diese Form der Hypnose ist für Heilvorgänge ungeeignet, sie soll lediglich den Hypnotiseur als allmächtig und bewundernswert darstellen, ihre Wirkung reicht nicht über die Dauer der Show hinaus - sie bewirkt also nichts.


Die therapeutische Heilhypnose beginnt wie eine Psychotherapie: mit der Anamnese.

Anhand von entsprechenden Fragen wird zunächst abgeklärt, ob der Klient für diese Art der Behandlung geeignet ist. Bei einem positiven Ergebnis wird anschließend ein Gespräch geführt, das den genauen Verlauf der Hypnose beschreibt. Der Klient selbst arbeitet mit.

Die therapeutische Hypnose beginnt erst, wenn alles klar ist

Der Klient ist von Beginn an in die Vorbereitung und Durchführung der therapeutischen Hypnose eingebunden. Er verliert zu keinem Zeitpunkt das Mitbestimmungsrecht an seiner Therapie. In der therapeutischen Hypnose besteht zu jedem Zeitpunkt eine Kommunikation zwischen dem Klienten und mir.

Das Verfahren

Der Therapeut induziert eine Trance (entspannter, leicht bewusstseinsveränderter Zustand). Da wir mehrere Zustände der Entspannung kennen (leichte bis tiefe Entspannung) kann auch in der therapeutischen Hypnose eine leichtere, oberflächliche oder eben auch eine tiefe Trance induziert werden. Beispiel: Denken Sie an einen Augenblick höchsten Glückes und betrachten Sie dabei die Straßenlaterne vor Ihrem Zimmerfenster: die Fokussierung auf die Erinnerung läßt die Straßenlaterne verschwinden, sie sehen sie nicht mehr. Und wenn das Glück besonders groß war, dann nehmen Sie auch das Auto nicht wahr, das gerade vorbeifährt. Das ist Trance.

Es gibt demnach mehrere Stufen in die der Klient versetzt werden kann. Die Wahl hängt vom Ziel ab: in der Trance können bestimmte therapeutische Suggestionen eingeben werden. Wenn dabei suggeriert werden soll "Dein Kopfschmerz entweicht aus deinen Schläfen..." dann hängt die gewählte Tiefe der Trance vom Erfolg der Suggestion ab - so wie es z.B. unterschiedlich starke Schmerzmittel gibt.


Die gestufte Aktivhypnose gehört wie das autogene Training und die progressive Muskelrelaxation (nach Jacobsen) zu den nichtaufdeckenden psychotherapeutischen Methoden.

In der therapeutischen Hypnose warten also keine Überraschungen auf Sie, es wird nichts Neues gesucht und gefunden. Sie wird als Ergänzung zu den klassischen Methoden der Psychotherapie benutzt (Das "Aufdecken" geschieht im Rahmen der klassischen Psychotherapie).

Sie ist eine Behandlungsmethode, die viele verschiedene Ansatzpunkte beinhaltet. Sie ist besonders effizient, wenn Suchtstörungen, Schmerzstörungen oder Übergewicht behandelt wird. Aus diesem Grunde biete ich (zum Teil als begleitende Therapie) die therapeutische Hypnose an bei:

 

  • Entspannungstherapie (dauerhaft zu Ruhe und Gelassenheit finden)
  • Raucherentwöhnung (vier Sitzungen)
  • Alkoholkrankheit
  • Linderung einer Depression
  • Aus dem Schmerz heraustreten (Schmerz heilen oder mit dem Schmerz besser leben)
  • Abnehmen (Abnehmen bedeutet mehr als nur Gewichtsreduktion)
  • Verbesserung des Selbstwertes und der Selbstachtung
  • Innere Barrieren abbauen

Aufgrund des höheren Aufwandes kostet eine Sitzung für therapeutische Hypnose mehr als eine normale Sitzung für Psychotherapie.